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MGV Chronik | 1908-2008 | 2009-2019 | 2020-2023 Gründung | Neubeginn nach den Kriegen | Jubiläen und Entwicklung | Meisterchor und 100-jähriges Jubiläum MGV Konkordia Winnen 1908 bis 2008Gründung und erste JahrzehnteIm November 1908 machte die Ortsschelle folgendes bekannt: Heute Abend um 8.00 Uhr Versammlung bei Christian Eisel zwecks Gründung eines Gesangvereins. Auf Initiative des Dorfschullehrers Wilhelm Scherf wurde der Verein unter dem Namen "Konkordia" gegründet. Die Sängerzahl betrug in dieser Zeit 42. Der Stolz der Sänger auf ihren Verein zeigte sich auch in dem Wunsch, eine Fahne zu besitzen. Diese Fahne wurde durch Spenden der Mitglieder finanziert in einer Zeit, in der das Geld bestimmt knapp war. Die Fahnenweihe im Juli 1912 war ein großes zweitägiges Fest auf der Schulwiese mit einem Festzug und vielen Besuchern aus den Nachbargemeinden. Während des 1. Weltkriegs ruhte das Vereinsleben. Einrückende Sangesbrüder wurden mit der Fahne nach Westerburg zum Bahnhof geleitet und verabschiedet. Weiterhin schickte der Verein den im Felde stehenden Sangesbrüdern Liebesgabenpäckchen. Bereits im Winter 1919/20 wurde die Vereinstätigkeit mit altbewährten und neuen, auch jüngeren Sängern wieder aufgenommen. Mit Erfolg nahm der MGV in den Jahren 1925 und 1926 an Wertungssingen in der A-Klasse des damaligen Kreissängerbundes Westerburg teil. In dieser Zeit bildete sich aus dem Kreis der jüngeren Sänger das erfolgreiche Doppelquartett "Sangeslust". Dieses Quartett stand ebenfalls unter der Leitung von Herrn Scherf und konnte auf Wettstreiten hervorragende Ergebnisse erzielen. Neubeginn nach den KriegenDurch den 2. Weltkrieg erlosch die rege Vereinstätigkeit. Erst im Jahre 1947/48 wurde die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen. Auf Anordnung der französischen Militärregierung erfolgte eine Neugründung. Zum Chorleiter und 1. Vorsitzenden wählte man Herrn Nold, der als Schulleiter nach Winnen versetzt worden war. In Albert Nold hatte der Verein wieder einen Mann gefunden, der die Konkordia zu neuem Glanz und Ansehen führte. Unter seiner Leitung nahm der Chor erfolgreich an vielen Sängerwettstreiten und Kreisleistungssingen teil. Weiterhin pflegte Herr Nold die Geselligkeit im Dorf durch Veranstaltung von Singspielen und Theaterabenden. Nach Wegzug der Familie Nold übernahm Herr Helmut Schmidt die musikalische Führung des Chores. Viele Jahre arbeitete der gelernte Musiker, der aus den Reihen der Konkordia hervorging, gründlich und zielstrebig mit dem Chor. Unter seiner Leitung errang die Konkordia zahlreiche Preise bei Wertungssingen und sonstigen Wettbewerben. Als Nachfolger übernahm Herr Paul Kießling aus Seck die Konkordia. Mit besonderem pädagogischen Geschick und starker Musikalität machte er aus der Konkordia wieder einen hervorragenden Klangkörper, der auch oft in der Kirche Gemünden auftrat. Jubiläen und Entwicklung1967 übernahm Aloisius Schmidt aus Rennerod die musikalische Führung. Unter seiner Leitung und durch seinen unermüdlichen Einsatz konnte die Leistung des Vereins weiter ausgebaut werden. Im Juni 1968 feierte die Konkordia ihr 60-jähriges Bestehen. Das Vereinsjubiläum wurde zu einem Fest der ganzen Dorfgemeinschaft. 1982 wurde Ludwig Schmidt aus Hellenhahn Chorleiter. Mit 41 aktiven Sängern konnte der Chor sich nun auf sein bevorstehendes 75-jähriges Jubiläum vorbereiten. Es wurde im Juni 1983 gefeiert als großes Sängerfest verbunden mit einem Wertungs- und Freundschaftssingen, an dem ca. 1500 Sängerinnen und Sänger aus Vereinen des gesamten Westerwaldes teilnahmen. Im Herbst 1988 musste Ludwig Schmidt aus beruflichen Gründen die musikalische Leitung niederlegen. Als Nachfolger wurde Edgar Ferger aus Stockum-Püschen empfohlen. Bereits beim ersten gemeinsamen Auftritt auf einem Freundschaftssingen in Obershausen konnte der Chor als bester Chor die Bühne verlassen. Ein Jahr später errang die Konkordia auf einem Wettstreit in Fischbach gegen sechs starke Chöre alle 1. Plätze und den Dirigentenpreis. Das gute Ergebnis von Fischbach trug dazu bei, dass viele ehemalige und auch jugendliche Sänger sich entschlossen, wieder aktiv in den Reihen der Konkordia mitzumachen. Die Sängerzahl erhöhte sich auf 50 Personen. Dank des pädagogischen und musikalischen Geschicks des Dirigenten und den gut besuchten Chorproben stellten sich in den folgenden Jahren ausgezeichnete Erfolge ein. Aufgrund der guten Leistungen des Chores entschloss man sich 1994 durch die Beteiligung am Kreisleistungssingen den Weg zum Meisterchor zu beschreiten. Meisterchor und 100-jähriges JubiläumAm 3. November 1996 konnte die Konkordia den begehrten Titel "Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz" erringen. Auch im folgenden Jahr wurden zahlreiche Freundschaftssingen und ein Wertungssingen in Dreikirchen besucht, auf dem der Chor den 2. Platz erreichte. Das Jahr 1998 stand im Zeichen des 90-jährigen Bestehens. An zwei Tagen im Mai feierte der Chor seinen Geburtstag mit befreundeten Chören. Am 7. November fand in der Stadthalle Westerburg ein Jubiläumskonzert mit renommierten Gastchören statt. 2001 gab der langjährige 1. Vorsitzende Manfred Wengenroth sein Amt an Gerd Schmidt ab. Ab dem Jahr 2002 fanden die jährlichen Frühlingskonzerte in der Stiftskirche in Gemünden statt. Das schöne Ambiente und die hervorragende Akustik trugen dazu bei, dass sich das Konzert sowohl bei den Gastchören als auch bei den Zuhörern großer Beliebtheit erfreute. Im Jahr 2002 gründete sich aus den Reihen des MGV ein "Kleiner Chor", der im Wesentlichen aus den jüngeren Sängern bestand. Er hatte sich auf die Fahne geschrieben, modernere und internationale Chorwerke einzustudieren und vorzutragen. 2004 nahm der MGV mit sehr gutem Erfolg am Kreisleistungssingen teil. 2006 verließ der langjährige Chorleiter Edgar Ferger nach 18 Jahren den Verein. Als neuen Chorleiter konnte nach kurzer Zeit Andreas Risse verpflichtet werden, der die Arbeit sowohl mit dem gesamten als auch mit dem "Kleinen Chor" weiterführte. Die nachfolgenden Seiten sind Ablichtungen aus der Chronik, die im Jahr 2024 von Gerd Schmidt für die Jahre 2007 bis 2023 aktualisiert wurden. |